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Epigenetik

Schalter an den Genen

Die Epigenetik als Fachgebiet der Biologie befasst sich mit der Frage, welche Faktoren wie Umweltgifte etc. die Aktivität eines Gens und in der Folge die Entwicklung jeder Zelle beeinflussen.

Randy Jirtle, Biologe an der Duke University in Durham, USA, wies in Experimenten an genetisch gleichen Mäusen epigenetisch nach, welche Wirkungen spezielle Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel auf Gene haben. Mäuse, die während der Schwangerschaft mit Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen versorgt wurden, brachten schlanken, gesunden und braunen Nachwuchs zur Welt. Fehlten diese Zusätze, wurde der Nachwuchs fett, krankheitsanfällig und gelb.

Die Epigenetik weist ebenfalls zweifelsfrei nach, dass alle Umweltgifte entscheidende Gene in dem Sinne an- oder ggf. auch ausschalten können. Unsere Steuerungsanlage wird hierdurch entscheidend verändert und verursacht Fehler in der ständig ablaufenden Gen-Ablesung. Zusätzlich blockieren Umweltgifte entscheidende Enzyme, welche für unser Stoffwechselgeschehen unerlässlich sind.

Umweltgifte führen auf diese tiefgreifende Weise zu versteckten Entzündungen, sogenannten „silent inflammations“, wie auch zu offenkundigen chronischen Entzündungen. Sie nehmen Einfluss auf unseren Stoffwechsel, Autoimmunkrankheiten können entstehen, und die gestörte Zellgesundheit kann zu Tumorerkrankungen führen.

Hieran können wir erkennen, dass Umweltgifte einen erheblichen Einfluss auf einen entstehenden bzw. bereits chronischen Krankheitsverlauf ausüben und bei der Therapie entsprechend berücksichtigt werden müssen. Dies ist eine der wesentlichen Tätigkeiten im BIOLOGICUM+.