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Lexikon der biologischen Medizin

In unserem Lexikon können Sie unsere Informationen zu verschiedenen Erkrankungen, Therapiemethoden und diagnostischen Mitteln aufschlagen.

Umweltgifte

Allgegenwärtige Umweltbelastungen

 

Jeder Mensch wird heutzutage mit zahllosen Alltagsgiften konfrontiert. In der Summe und über die Jahre steigt die Belastung. Je nach individueller Entgiftungsfähigkeit kommen Menschen sehr unterschiedlich damit zurecht. Bei den heutigen Krankheitsmustern spielen Umweltgifte oftmals eine zentrale Rolle. Eine Analyse der individuellen Belastung ist fast immer hilfreich, um eine der wesentlichen Krankheitsursachen zu verstehen. Eine Ursachenforschung ohne eine präzise Diagnostik der alltäglichen Umweltgifte ist heutzutage unvollständig. Die Umweltmedizin ist daher ein zentraler Baustein moderner Medizin.

Die häufigsten, wichtigsten und bedrohlichsten Schadstoffe der Menschheit werden von der US-Umweltschutzbehörde EPA in einer Rangliste bewertet. Dabei werden aus Millionen von Giften die 250 wichtigsten und im Alltagsleben am häufigsten vorkommenden in Bezug auf Verbreitung und Giftigkeit ausgewählt. Die Spitzenreiter dieser Cercla-Liste (Comprehensive Environmental Response, Compensation, and Liability Act) sind Metalle bzw. Halbmetalle: 1. Arsen, 2. Blei, 3. Quecksilber, gefolgt von PVC (Polyvinylchlorid), PCB (polychlorierte Biphenyle) und auf Platz neun PAH (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe). An siebter Stelle steht mit Cadmium ein weiteres Metall und an 13. Position das Insektenvernichtungsmittel DDT, das zwar in Europa verboten ist, aber im Rest der Welt jährlich in dreistelligen Millionen-Tonnen versprüht wird. Erst an 188. Stelle findet sich Aluminium, und auf dem 229. Platz ist das in den Medien oft erwähnte Nervengift Formaldehyd gelistet (Stand März 2024).

Hier kann zunächst nur auf die wichtigsten Alltagsgifte eingegangen werden. Es ist wichtig zu wissen, dass auch andere Metalle wie Silber, Platin, Palladium, Gold (alles oft in Zahngold enthalten), Thallium, Nickel, Beryllium oder das radioaktive Uran eine bedeutende Rolle bei unzähligen Krankheiten spielen. Denn bei einer schon vorhandenen Quecksilber- oder Bleibelastung des Körpers, die fast jeder Mensch aufweist, verursachen beispielsweise zusätzliche Belastungen mit Silber, Gold, Palladium, Platin, Aluminium, Cadmium, Eisen, Kupfer, Titan oder Nickel eine vervielfachte Giftigkeit.

Deshalb zeigen sich in Studien negative gesundheitliche Wirkungen auch von kleinen Mengen an Aluminium (oft in Impfstoffen), Eisen, Kupfer, Uran, Nickel auf den Menschen. Uran, das durch Trinkwasser zunehmend aufgenommen wird, hat eine ähnliche Giftigkeit wie Blei. Durch die bis heute anhaltende Ausbringung von Phosphatdüngern in der Landwirtschaft sind schon etwa ein Drittel der deutschen Trinkwasserquellen bedenklich uranhaltig.

Studie: DOI 10.2174/092986711795933740

Was sind die häufigsten nachgewiesenen Umweltgifte unserer Patienten?

  1. Quecksilber (Amalgam, Fisch, Glühsparlampen, Neonröhren etc.)
  2. Blei (Tabak, Wasserrohren, Pilzen, Meeresfrüchten)
  3. Arsen (Reis, Brot, Milchprodukte, Trinkwasser)
  4. Lösemittel verschiedenster Art
  5. Zinn (Haushaltsgegenstände)
  6. Flammschutzmittel (polybromierte Biphenyle)
  7. Polychlorierte Biphenyle (PCB aus Lacken, Farben, Klebern, Dichtungen, Hausstaub, Betonausgasungen)
  8. Pentachlorphenol (Holzschutzmittel, indoor pollution)
  9. Pestizide, Insektizide, Fungizide, Herbizide in Lebensmitteln
  10. Mikroplastik, Phthalate, Bisphenole (Lebensmittelverpackungen und Fische)
  11. Antimon (Streichhölzer, Batterien)
  12. Aluminium (Medikamente, Impfstoffe, Getränkedosen)

Umweltgifte funktionieren nach der Haberschen Regel,

je länger sie einwirken, umso toxischer werden sie.

Amalgam

Amalgamfüllungen, eine seit dem 19. Jahrhundert verwendete Zahnfüllung, bestehen aus einer Mischung aus Metallen, darunter Quecksilber, Silber, Zinn und Kupfer. Während Amalgam für seine Langlebigkeit und seine kosteneffektive Herstellung geschätzt wird, hat die Verwendung von Quecksilber in diesen Füllungen zu Bedenken hinsichtlich potenzieller Gesundheitsrisiken geführt.

„Das Ausmaß der Quecksilberfreisetzung aus Füllungen wird vor allem durch den Kauvorgang und die Temperatur von Speisen bestimmt, wie z. B. im Zusammenhang mit der Anwendung von Nikotinkaugummi demonstriert wurde. Weiterhin wurde gezeigt, dass der Quecksilbergehalt im Urin die Zahl der Amalgamfüllungen widerspiegelt.“ www.doi.org/10.1016/j.permed.2013.09.006

Obwohl die Menge an Quecksilber, die aus Amalgamfüllungen freigesetzt wird, als relativ gering gilt, ist die kumulative Wirkung über die Zeit, besonders bei mehreren Füllungen, ein Grund zur Sorge. Einige Menschen können aufgrund genetischer Faktoren oder bestehender Gesundheitszustände auch empfindlicher auf Quecksilber reagieren.

Therapiekonzepte, die sich auf die Entgiftung von toxischen Metallen fokussieren, sind die Inuspherese und die Chelattherapie.

Mikroplastik

Mikroplastik, kleine Kunststoffpartikel mit einem Durchmesser von weniger als fünf Millimetern, ist zu einem weit verbreiteten Umweltproblem geworden und wirft ernste Fragen über seine Auswirkungen auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit auf.

„Zum ersten Mal wurde Mikroplastikverschmutzung im menschlichen Blut nachgewiesen, wobei Wissenschaftler die winzigen Partikel bei fast 80 % der getesteten Personen fanden. Die Entdeckung zeigt, dass die Partikel durch den Körper wandern und sich in Organen festsetzen können. Die Auswirkungen auf die Gesundheit sind bisher unbekannt. Die Forscher sind jedoch besorgt, da Mikroplastik im Labor menschliche Zellen schädigt und bereits bekannt ist, dass Partikel aus der Luft in den Körper gelangen und jährlich Millionen von frühen Todesfällen verursachen.“ www.theguardian.com

Diese Erkenntnis wirft besorgniserregende Fragen auf, da sie darauf hinweist, dass diese winzigen Partikel nicht nur in der Umwelt vorhanden sind, sondern auch durch den menschlichen Körper zirkulieren und sich möglicherweise in lebenswichtigen Organen festsetzen können, deren langfristige Auswirkungen auf die Gesundheit noch nicht vollständig verstanden sind.

„Es ist nicht nur die unvorstellbare, tägliche Zuckerflut, die Diabetes verursacht, es sind nicht nur die ungesunden Fette, die Herzkreislauferkrankungen verursachen, es ist nicht nur die nährstoffverarmte Nahrung, die mitverantwortlich ist für die steigende Flut an Erkrankungen.

Umweltgifte beschädigen unsere grundlegenden physiologischen Funktionen und spielen bei fast allen Erkrankungen eine Rolle.

Wissenschaftlich belegt sind Umweltgifte eine tickende Zeitbombe.

Die Umweltmedizin sollte die Basistherapie chronischer Erkrankungen sein.“

Dr. Tilman Steinmeier

Die Entgiftung des eigenen Körpers

 

 Mehr Details zu Genetik und Epigenetik finden Sie hier.

Die individuelle Entgiftungsfähigkeit können wir sehr genau prüfen über den Phase-1- und Phase-2-Entgiftungsstoffwechsel.

Phase 1 Entgiftung wird über das Cytochrom-P-450-System geprüft. Bereits hier lassen sich höchst individuelle Entgiftungs- und Stoffwechselfähigkeiten verifizieren. Insbesondere Medikamentenverträglichkeiten und -unverträglichkeiten lassen sich hierbei gut nachweisen.

Phase 2 lässt uns am zuverlässigsten die individuelle Entgiftungsfähigkeit von Umweltgiften prüfen:

Glutathion-S-Transferasen (GST)

Glutathion-S-Transferasen (GST) spielen eine Schlüsselrolle bei der Entgiftung von Karzinogenen und zahlreichen anderen Giften, z. B. den sehr häufig nachzuweisenden toxischen Schwermetallen Quecksilber und Blei. Genvarianten in den Enzymen GST-M1, GST-T1 und GST-P1 führen zu einer schlechteren Entsorgung der äußerst radikalen Zwischenprodukte aus den Phase-I-Reaktionen und erhöhen dadurch das Risiko für Tumore, neurodegenerative Erkrankungen und zahlreiche Erkrankungen, die mit oxidativem Stress assoziiert sind. Ausbleibende therapeutische Wirkungen von Medikamenten gehen damit ebenfalls einher.

Bei GST-M1 und GST-T1 können vollständige Aktivitätsverluste vorliegen, für GST-P1 ist eine Genvariante bekannt, die eine veränderte Enzymaktivität zur Folge hat.

Mikrosomale Epoxidhydrolase (mEH)

Die mikrosomale Epoxidhydrolase (mEH) wandelt aus der Phase I hervorgegangene hochreaktive Epoxide zu wasserlöslichen Stoffen um und macht sie damit ausscheidungsfähig. Neben Fremdstoffen wie Acrylamiden aus Kartoffelchips, Benzolen (Straßenverkehr) und Aflatoxine (toxische Schimmelpilze) werden verschiedene Medikamente neutralisiert. Es gibt zwei Mutationen im mEH-Gen, die je nach Vorhandensein zu vermehrter oder verminderter Aktivität der mEH führen und eine erhöhte Toxizität von epoxidbildenden Substanzen im Rahmen der Entgiftung mit sich bringen können.

N-Acetyltransferase 2 (NAT2)-Gen

Verschiedene Varianten im N-Acetyltransferase 2 (NAT2)-Gen führen in der Phase II zum „Langsamen Acetylierer“-Typ. Durch Anreicherung radikaler Phase-I-Metabolite kann es zu toxischen Erscheinungen sowie zu klinisch relevanten unerwünschten medikamentösen Nebenwirkungen kommen wie Hypersensitivität, Neuropathie oder Leukopenie. NAT2 wird in der Leber gebildet und bewirkt dort die Entgiftung von Benz(a)pyren, polyzyklischen Aromaten sowie Hydrazinen und ist zudem am Abbau von Aminosäuren beteiligt.

Paraoxonase 1 (PON1)

Die Paraoxonase 1 (PON1) hydrolysiert eine Vielzahl von Nervengiften und verschiedene, immer noch häufig angewandte Organophosphor-Insektizide wie Parathion (E605), Diazinon und das immer noch häufig verwendete Chlorpyrifos sowie zahlreiche andere toxische Substanzen. Zwei genetische Varianten im PON1-Gen sind mit einer reduzierten Enzymaktivität assoziiert.

Superoxiddismutase 2 (SOD2)

Superoxiddismutase 2 (SOD2) schützt Mitochondrien vor oxidativem Stress durch freie Sauerstoffradikale. Außerdem spielt dieses Enzym eine große Rolle bei der Detoxifizierung von Amalgam. Eine Genveränderung ist assoziiert mit einem weniger aktiven Enzym, wodurch bei Trägern der Genveränderung die Gefahr besteht, dass die Mitochondrien geschädigt werden. Ein beschleunigter Alterungsprozess ist die Folge. Diese Patienten haben auch ein gesteigertes Risiko für Kardiomyopathie bei Eisenüberladung, knochendegenerative Prozesse, Autoimmunerkrankungen, männliche Unfruchtbarkeit, Brustkrebs, Eierstockkrebs und möglicherweise Parkinson.

Unser Ansatz zur umweltmedizinischen Diagnostik

 

1. Erfassung langfristig akkumulierter Umweltgifte, die körpereigene Selbstregulationsprozesse beeinträchtigen

2. Analyse von Schwermetallbelastungen im Körper

3. Umfassende Diagnostik alltäglicher Umwelttoxine, inklusive Mikroplastik und Innenraumbelastungen etc.

4. Filtrat-Analyse (Eluat-Analyse) nach Blut/Plasma-Reinigung mittels Inuspherese-Verfahren

5. Genetische Untersuchungen zur Risikobewertung

6. Diagnose des aerotoxischen Syndroms durch spezifische Tests

7. Baubiologische Evaluierung der Wohn- oder Arbeitsumgebung

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