Chronische Borreliose / Post-Lyme-Syndrom

Wenn Beschwerden nach einer Infektion bestehen bleiben

Erkrankung und medizinischer Hintergrund

Die Borreliose ist eine durch Borrelia-Bakterien verursachte Infektionskrankheit, die meist durch einen Zeckenstich übertragen wird. Während die akute Erkrankung häufig gut behandelbar ist, berichten manche Patientinnen und Patienten auch nach antibiotischer Therapie über anhaltende oder wiederkehrende Beschwerden.

In solchen Fällen wird häufig vom Post-Lyme-Syndrom oder einer chronischen Borreliose gesprochen. Typische Symptome können sein:

  • Ausgeprägte Erschöpfung

  • Gelenk- und Muskelschmerzen

  • Konzentrationsstörungen

  • Neurologische Beschwerden

  • Schlafstörungen

  • Vegetative Dysregulation

Die Symptomatik ist oft vielgestaltig und kann über Monate oder Jahre persistieren.

Mögliche Mechanismen bei chronischen Verläufen

Die genauen Ursachen anhaltender Beschwerden nach einer Borrelieninfektion sind wissenschaftlich weiterhin Gegenstand intensiver Diskussion. Neben einer möglichen Persistenz bakterieller Strukturen werden vor allem folgende Mechanismen beschrieben:

  • Anhaltende Immunaktivierung

  • Chronische, niedriggradige Entzündungsprozesse

  • Autoimmunreaktionen

  • Störungen der Mikrozirkulation

  • Neuroinflammatorische Prozesse

Bei manchen Betroffenen scheint weniger eine aktive Infektion als vielmehr eine fehlregulierte Immunantwort im Vordergrund zu stehen. Das Krankheitsbild wird daher zunehmend als komplexes Zusammenspiel aus Infektion, Immunreaktion und systemischer Belastung verstanden.

Ganzheitlicher Ansatz im Biologicum

Im Biologicum betrachten wir chronische Borreliose-Verläufe nicht ausschließlich unter infektiologischen Gesichtspunkten, sondern im Kontext möglicher systemischer Dysregulationen. Neben einer sorgfältigen Anamnese und Diagnostik werden unter anderem analysiert:

  • Entzündungsmarker

  • Immunologische Parameter

  • Stoffwechsel- und Mitochondrienfunktion

  • Mögliche Umwelt- und toxikologische Belastungen

  • Gefäß- und Mikrozirkulationsfaktoren

Ziel ist es, individuelle Belastungsmuster zu erkennen und therapeutisch gezielt zu adressieren.

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Die Rolle der Inuspherese bei chronischer Borreliose

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Die Inuspherese ist ein spezielles extrakorporales Blutfiltrationsverfahren. Dabei wird das Blut außerhalb des Körpers über ein Filtersystem geleitet, das definierte Substanzen selektiv reduzieren kann.

Im Kontext chronischer Borreliose-Beschwerden wird die Inuspherese unterstützend eingesetzt, um:

  • Entzündliche Mediatoren im Blut zu reduzieren

  • Immunologisch aktive Substanzen zu verringern

  • Potenziell belastende Faktoren im Zusammenhang mit chronischer Immunaktivierung zu modulieren

  • Systemische Entzündungsprozesse zu entlasten

Da bei anhaltenden Beschwerden häufig immunologische Dysregulationen im Vordergrund stehen, zielt die Inuspherese darauf ab, diese systemischen Begleitprozesse zu beeinflussen.

Wichtig ist:
Die Inuspherese stellt keine antibiotische Therapie dar und ersetzt keine infektiologische Behandlung. Sie wird im Biologicum als ergänzende Maßnahme im Rahmen eines individuell abgestimmten Gesamtkonzeptes eingesetzt.

Wir präsentieren einen interessanten Einzelfall, den uns die Patientin freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. In diesem Fall führte ein Zeckenstich zu einer besonders belastenden Borreliose-Erkrankung. Die Patientin erzählt in unserer Falldokumentation ausführlich, wie ihr Krankheitsverlauf aussah und wie sie, in ihrem Fall, ihre Sehleistung wiedererlangen konnte.

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Zusammenfassung

Borreliose und ihre häufigen Co-Infektionen werden von der offiziellen Medizin leider oft falsch eingeschätzt und unterschätzt. Als sehr junger Arzt musste ich selbst die Erfahrung machen, was es bedeutet, eine Krankheit zu haben, die die Schulmedizin nicht anerkennen will.

Laut Schulmedizin reicht bei der Behandlung der Borreliose eine Therapie mit dem Antibiotikum Doxycyclin 100 mg morgens und abends über maximal vier Wochen gegeben vollkommen aus. Sollten dann weiterhin Beschwerden des Patienten vorliegen, wird er nach offizieller Schulmedizin für den Rest seines Lebens mit Schmerzmitteln und gegebenenfalls auch Antidepressiva behandelt.

Diese Auffassung der Borreliose-Behandlung halte ich nach über 30 Jahren ärztlicher Erfahrung, insbesondere auch auf dem Gebiet der Borreliose, für falsch.

Zunächst handelt es sich bei der Borreliose um eine unerkannte Epidemie. Mit 100.000 Neuinfektionen jährlich in Deutschland zählt die Borreliose zu den häufigen Infektionskrankheiten.

Entscheidend ist die Frage: Warum lässt das Immunsystem eine Borreliose zu? Diese Frage nach der Ursache/den Ursachen sollte geklärt werden.

Abzuklärende Ursachen können sein:

  1. Nährstoffmängel (Mängel an Mineralien, Spurenelementen, Vitaminen, Enzymen, Proteinen)
  2. Längere Zeit vorbestehende andere Entzündungen
  3. Einschränkungen der Reaktions- und Leistungsfähigkeit des Immunsystems
  4. Immunsuppressive Umweltgifte
  5. Eingeschränkte Entgiftungsfähigkeit
  6. Chronischer Stress
  7. Einnahme immunsuppressiver Medikamente

Wir sind Mitglied der Deutschen Borreliose-Gesellschaft, www.borreliose-gesellschaft.de

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