Chronic Fatigue Syndrome (ME/CFS)

Ständig müde und erschöpft

Erkrankung und medizinischer Hintergrund

Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CFS) ist eine chronische, multisystemische Erkrankung, die vor allem durch eine ausgeprägte Erschöpfung (Fatigue) gekennzeichnet ist, die sich auch durch Ruhe nicht bessert und bereits nach geringer körperlicher oder geistiger Anstrengung deutlich stärker wird (Post-Exertional Malaise, PEM). Als eigenständiges Krankheitsbild unterscheidet sich ME/CFS von allgemeiner Müdigkeit: Es sind häufig zusätzliche neurologische, immunologische und vegetative Symptome beteiligt, die die Alltags- und Belastungsfähigkeit stark einschränken können.

Nach der COVID-19-Pandemie zeigte sich, dass etwa ein großer Teil der Long-Covid-Betroffenen Kriterien erfüllt, die denen von ME/CFS entsprechen – weshalb die Erkrankung in diesem Kontext besonders relevant geworden ist.

Typische Beschwerden

ME/CFS kann sich durch verschiedene Symptome äußern, darunter:

  • Anhaltende, starke Erschöpfung (Fatigue), die nicht durch Schlaf oder Ruhe kompensiert wird

  • Belastungsintoleranz (PEM) – Symptome verschlimmern sich nach körperlicher oder geistiger Anstrengung

  • Konzentrations- und Gedächtnisstörungen

  • Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Schlafstörungen

  • Autonome Beschwerden wie Kreislaufdysregulation

Die Beschwerden können stark schwanken und über Monate bis Jahre bestehen bleiben.

Mögliche Mechanismen

Die Ursachen von ME/CFS sind bislang nicht vollständig geklärt. Wissenschaftliche Beobachtungen deuten darauf hin, dass mehrere Systeme beteiligt sein können, darunter:

  • Immunologische Dysregulation

  • Chronische Entzündungsprozesse

  • Gestörte Stoffwechsel- und Energieregulation

  • Einfluss auf das zentrale sowie autonome Nervensystem

Das Krankheitsbild kann durch verschiedene Infektionen ausgelöst oder verstärkt werden und zeigt Überschneidungen mit postinfektiösen Syndromen generell.

Ganzheitlicher Ansatz im Biologicum

Im Biologicum betrachten wir ME/CFS im Kontext möglicher systemischer Belastungsfaktoren. Neben einer ausführlichen Anamnese und neurologischen Abklärung werden u. a. immunologische und entzündliche Marker, Stoffwechselparameter sowie mögliche Umwelt- und toxikologische Belastungen untersucht.

Ziel ist es, individuelle Dysregulationen zu erkennen und in ein abgestimmtes Behandlungskonzept einzubetten.

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Die Rolle der Inuspherese bei ME/CFS

Eluat Vanessa

Die Inuspherese ist ein spezialisiertes extrakorporales Blutfiltrationsverfahren, bei dem das Blut außerhalb des Körpers über ein Filtersystem geleitet wird, um definierte Substanzen zu reduzieren (z. B. entzündliche Mediatoren oder immunologisch aktive Faktoren).

Im Kontext von ME/CFS wird die Inuspherese als unterstützende Maßnahme eingesetzt, um:

  • Systemische Entzündungsprozesse zu modulieren

  • Immunologische Belastungsfaktoren im Blut zu reduzieren

  • Potenziell belastende Faktoren zu verringern, die im Zusammenhang mit langanhaltenden Beschwerden stehen

Sie versteht sich als ergänzende Maßnahme im Rahmen eines individuell abgestimmten Therapiekonzeptes. Die Entscheidung für eine Inuspherese erfolgt nach sorgfältiger Diagnostik und ärztlicher Abwägung.

Wichtiger Hinweis

ME/CFS ist ein komplexes, chronisches Krankheitsbild ohne einen allgemein anerkannten, ursächlichen therapeutischen Standard. Die Inuspherese stellt keine leitliniengebundene Standardtherapie dar und ersetzt keine schulmedizinische Betreuung. Aussagen auf dieser Seite dienen der Information und enthalten keine Heilungs- oder Erfolgsversprechen. Jede Therapieentscheidung setzt eine individuelle, ärztliche Abklärung voraus.

In diesem Video teilt die Patientin ihre persönliche Erfahrung mit ME/CFS, Long-Covid und dem Post-Vac-Syndrom und wie sie mit den Symptomen umgegangen ist. Bei dieser Patientin konnte Spike-Protein durch Laboruntersuchungen (MMD Magdeburg) im Serum, in Immunzellen und im Eluat nach Inuspherese nachgewiesen werden.

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