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Long Covid und Apherese

Die Symptome für „Long-Covid-Erkrankungen“:

 

  • Körperliche Leistungsschwächen mit Herzbeschwerden (Druck auf der Brust/Atemnot unter Belastung),
  • starke körperliche und emotionale Erschöpfung,
  • rheumatische Symptome,
  • plötzlich auftretende Hauterkrankungen,
  • Darmprobleme, Stoffwechselentgleisungen,
  • Probleme mit dem weiblichen Zyklus,
  • Unfruchtbarkeit, Impotenz,
  • Diverse neurologische Probleme
  • Herzrhythmusstörungen
  • Herzmuskelentzündung (Myokarditis)
  • Durchblutungsstörungen im Herzen und in den Arterien

Neurologische und kardiologische Symptome zählen zu den häufigsten Folgen im Rahmen einer Covid-19 Infektion. Insbesondere das chronische Erschöpfungssyndrom, von Ärzten „Fatigue“ genannt, steht hierbei besonders im Vordergrund. Aber auch andere neurologische Störungen wie Einschränkungen des Geruchs- und Geschmackssinns, Unruhe der Beine, Missempfindungen und Konzentrationsschwächen spielen eine wesentliche Rolle. Auch „Brainfog“ , Sprachstörungen, kurzzeitige Amnesien (völlige oder partielle Unfähigkeit, sich an Ereignisse zu erinnern, die kurze Zeit vorher stattgefunden haben) kommen vor.

Aber auch Herzrhythmusstörungen, bedingt durch eine Entzündung der Gefäßinnenwände der Arterien, treten gehäuft auf. Hierbei kann es auch zu einer Herzmuskelentzündung kommen.

 

Ursachen der Long Covid Erkrankung

Bei der akuten Covid-Erkrankung ist eine entzündliche Störung der für den Flüssigkeitshaushalt in Blutgefäßen und Lymphbahnen zuständigen sogenannten ACE2-Rezeptoren und den Acetylcholin-Rezeptoren, aber auch adrenergen Rezeptoren, die wichtige Steuerungselementen von Nervenzellen und Blutgefäßen sind, zu beobachten.

Starke Entzündungen der Gefäßinnenwände sind typisch für Corona-Infektionen. Das Corona-Virus konnte wiederholt in den Gefäßwänden nachgewiesen werden. Es wird auch über Proteine der Gefäßinnenwand in das Innere der Zellen transportiert. Das betrifft besonders die Herzkranzgefäße, als auch die winzigen Blutgefäße, die die Herznerven versorgen.

Ursächlich sind nach derzeitigem Stand der Forschung demnach chronische Gefäßentzündungen, die das Immun- und Gerinnungssystem stören. Beeinträchtigt wird die Steuerung der Gefäße, die Blutkörperchenproduktion und das Nervensystem, wie auch neueste Studien zeigen (siehe *3):

Eine Entzündung des Vagusnervs (einem zentralen Nerv in unserem Körper, der viele unserer Körperfunktionen beeinflusst, darunter unsere Atmung und unser Herzschlag) könnte eine Schlüsselrolle bei COVID-19 spielen, sowohl in Bezug auf die Schwere der Erkrankung als auch bei den anhaltenden Long Covid Symptomen. Forscher haben diesen Nerv von verstorbenen COVID-19-Patienten untersucht und sowohl das Virus als auch entzündliche Zellen gefunden. Interessanterweise waren diese entzündlichen Zellen hauptsächlich Monozyten – eine Art von weißen Blutkörperchen, die normalerweise bei Entzündungen im Körper eine Rolle spielen.

Noch faszinierender war, dass sie durch RNA-Sequenzierung feststellten, dass das Virus eine starke Entzündungsreaktion in verschiedenen Zelltypen auslöst, die mit dem Vagusnerv verbunden sind. Dies bedeutet, dass COVID-19 nicht nur unsere Lunge oder unser Atmungssystem beeinflusst, sondern möglicherweise auch tief in unser Nervensystem eindringt. Dies könnte erklären, warum einige Menschen nach ihrer Genesung von COVID-19 weiterhin Symptome haben.

Auch bereits vor dem Covid-Ereignis bekannte chronische Erkrankungen können bei Long-Covid verstärkt in Erscheinung treten. Wie Studien der Universität Aachen nachwiesen, werden bei schweren Covid-Infektionen Herpesviren, die dauerhaft latent im Nervensystem liegen, wieder aktiviert und beeinflussen den Krankheitsverlauf. Auch gibt es Hinweise darauf, dass chronische Entzündungen und Verschlüsse der kleinen Blutgefäße, eine Aktivierung des Epstein-Barr-Virus sowie Autoimmunprozesse an der Entstehung gesundheitlicher Langzeitfolgen beteiligt sind.

Durch umweltbedingte Faktoren, wie toxische Metallionen oder chemische Industrietoxine könnten die Symptome genau so verstärkt werden, wie durch nicht „passgerechte“ Ernährung. Nach einer Studie der Universität in Odense mit 323 Corona-Patienten können Per- und polyfluorierter Alkylverbindungen (PFAS), die in Kosmetikartikel, Salben, Shampoos, Lebensmittelverpackungen enthalten sind, eine Corona-Infektion Erkrankung verschlimmern und erhöhen das Risiko für Long Covid.

Long Covid Behandlung mit der Apherese Therapie

Sehr aussichtsreich, ohne bisher in einer peer-review Publikation veröffentlich worden zu sein, zeigten sich bisher die Ergebnisse von Blutwäsche-Verfahren (Apherese). Die Vorgänge, die bei Arterienverkalkungsprozessen geschehen und seit Jahren erfolgreich mit Aphereseverfahren bekämpft werden, haben in entscheidenden Aspekten die gleichen Mechanismen wie bei Covid-19- Infektionen, nämlich Entzündungen der Gefäßinnenwände, erhöhte Blutgerinnselbildung als auch toxische Bestandteile im Blut.

Neben einer ausführlichen Anamnese und Abklärung anderer Krankheitsursachen führen wir im BIOLOGICUM+ Hamburg gezielte Laboranalysen bei Patienten mit Zustand nach Covid-Infektionen durch. Die Apherese entfernt dabei auslösende Gerinnungsfaktoren und Entzündungs-Mediatoren, die wir vor und nach der Apherese laborchemisch bestimmen lassen: TNF alpha, Interleukin 10, Interleukin 6, Interleukin 8, Interleukin 1 beta, VEGF und Neurotransmitter Autoantikörper sowie die TH1/TH2-Balance.

Im BIOLOGICUM+ Hamburg kommt eine hocheffektive Kombination aus Entgiftungstherapie mit Hochfrequenztherapien zur Aktivierung der Zellregeneration (me2vie-Systemtherapie) zur Anwendung. Begleitet wird dieser Therapieprozess durch entsprechende Toxin-bindende Infusionen und orthomolekulare Antientzündungs-Infusionen. Diese Vorgehensweise hat sich in unserer Praxis sehr gut bewährt.

In der Regel werden zunächst zwei Inuspherese-Behandlungen innerhalb von 72 Stunden durchgeführt. Nach der 2. Inuspherese messen wir die Laboranalysen noch einmal, um den Heilungsfortschritt zu dokumentieren. Anhand dieser Laborwerte und des klinischen Bildes legen wir fest, zu welchem Zeitpunkt weitere Inuspherese-Behandlungen Sinn ergeben. Auch sinnvoll in diesem Zusammenhang ist die Bestimmung des genetischen Entzündungsgrad, der im „genetischen Zytokinpolymorphismus“ gemessen wird. Patienten mit genetisch erhöhtem Entzündungsgrad benötigen für eine erfolgreiche Behandlung in aller Regel mehr Apheresen als Patient mit einem genetisch geringen Entzündungsgrad.

Wir haben die Absicht, die Funktion und die Kommunikation Ihrer Zellen und Ihres Immunsystem wieder in einen Normalzustand zu versetzen.

Bei den Apherese-Behandlungen unserer Long Covid Patienten konnten erhebliche Verbesserungen der Sauerstoffsättigung, rückläufige neurologische und kardiale Symptomatiken gezeigt werden.

Mehr zu unserer Inuspherese-Therapie hier.

 

Referenzen und weiterführende Literatur:

 

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