Arteriosklerose & Durchblutungsstörungen
Wenn Gefäße an Elastizität verlieren
Erkrankung und medizinischer Hintergrund
Die Arteriosklerose – umgangssprachlich auch „Gefäßverkalkung“ genannt – ist eine chronische Erkrankung der Arterien. Dabei lagern sich Fette, Entzündungszellen, Kalk und Bindegewebe in den Gefäßwänden ab. Die Gefäße verlieren an Elastizität und verengen sich zunehmend.
Durch diese Veränderungen kann die Durchblutung wichtiger Organe eingeschränkt werden. Je nach betroffenem Gefäßgebiet kann es zu unterschiedlichen Beschwerden kommen:
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Belastungsabhängige Schmerzen in den Beinen (periphere arterielle Verschlusskrankheit)
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Brustschmerzen bei koronarer Herzkrankheit
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Schwindel oder neurologische Symptome bei Durchblutungsstörungen des Gehirns
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Verminderte Leistungsfähigkeit
Arteriosklerose entwickelt sich meist über Jahre hinweg und bleibt lange unbemerkt.
Entzündung als zentraler Faktor
Moderne Forschung zeigt, dass Arteriosklerose nicht nur eine reine „Ablagerungskrankheit“ ist, sondern wesentlich durch chronische Entzündungsprozesse mitgeprägt wird.
Beteiligt sind unter anderem:
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Entzündliche Botenstoffe im Blut
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Oxidativer Stress
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Gestörte Endothelfunktion (Gefäßinnenwand)
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Veränderte Blutfette
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Immunologische Aktivierung
Die Gefäßinnenwand (Endothel) spielt dabei eine zentrale Rolle. Wird sie durch Entzündung oder toxische Einflüsse geschädigt, kann dies die Gefäßverengung und Gerinnungsneigung begünstigen.
Arteriosklerose wird daher zunehmend als systemisches Entzündungsgeschehen verstanden.
Ganzheitlicher Ansatz im Biologicum
Im Biologicum betrachten wir Gefäßerkrankungen im Kontext systemischer Belastungsfaktoren. Neben der klassischen kardiologischen Abklärung analysieren wir unter anderem:
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Entzündungsmarker
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Lipid- und Stoffwechselparameter
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Gerinnungsfaktoren
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Mikronährstoffstatus
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Mögliche Umwelt- und Toxinbelastungen
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Parameter der Mikrozirkulation
Ziel ist es, individuelle Risikofaktoren zu identifizieren und in ein ganzheitliches Therapiekonzept einzubetten.
Die Rolle der Inuspherese bei Gefäßerkrankungen
Die Inuspherese ist ein extrakorporales Blutfiltrationsverfahren, bei dem definierte Substanzen selektiv aus dem Blut reduziert werden.
Im Kontext von Arteriosklerose und Durchblutungsstörungen wird die Inuspherese unterstützend eingesetzt, um:
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Entzündliche Mediatoren zu verringern
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Bestimmte Lipidbestandteile im Blut zu reduzieren
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Immunologisch aktive Substanzen zu modulieren
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Die Fließeigenschaften des Blutes zu beeinflussen
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Systemische Entzündungsprozesse zu entlasten
Da chronische Entzündung und Endothelschädigung zentrale Mechanismen der Gefäßerkrankung darstellen, zielt die Inuspherese darauf ab, diese systemischen Begleitprozesse unterstützend zu beeinflussen.
Wichtig ist:
Die Inuspherese ersetzt keine leitliniengerechte kardiologische oder angiologische Therapie und stellt keine akute Notfallbehandlung dar. Sie wird als ergänzende Maßnahme im Rahmen eines individuell abgestimmten Gesamtkonzeptes eingesetzt.
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